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Reviews: Chaoze One - Fame* 2
„Mit „Fame“ veröffentlicht Chaoze One sein drittes Soloalbum bei Twisted Chords. Der Nachfolger zu „Koppstoff“ (2004) hebt sich sehr deutlich vom momentan populären Rap in Deutschland ab. Chaoze One will anspruchsvolle Rap-Musik machen, was ihm auch gelingt, ohne dass er dabei anstrengend wirkt. Politische Themen waren bei ihm schon stets Teil seiner Musik, ebenso gibt es persönliche Themen oder einfach nur herrliche HipHop-Hymnen wie „Back in the Days“. Auch musikalisch fährt er eine eigene Schiene, dicke Drumsets treffen auf melodiöse Samples. Die Ein-Mann-Armee hat auch gleich alle Beats im Alleingang produziert. Am Mic liess er sich dafür von unterschiedlichen Gästen unterstützen. Zu hören sind Lotta C., Albino, Microphone Mafia, Nic Knatterhorn, Deadly T, Sista Zoum (Frankreich) sowie die DJs Ra und 12 Finger Dan. Und auch die Schweiz ist auf „Fame“, was übrigens hier für das italienisch „Hunger“ steht, vertreten. Greis liefert seinen Beitrag auf dem Song „Lass uns“. Wer Inhalt und politische Themen sucht im deutschen Rap, liegt hier genau richtig!“
[HipHop.ch Magazin - http://it.hiphop.ch/web/page.php?cmd=newsdetail&id=155]

„Chaoze One, der Rhyme Guerilla aus Karlsruhe ist schon lange im Bisness. Die verdiente Anerkennung findet der junge HipHop Aktivist aber bisher eher nur im Untergrund. Und auch dort spalten seine Songs die Lager. Dem Einen zu intellektuell, dem Anderen vielleicht zu politisch. Fakt ist, seine Texte sind „..für Hirne, die Denken und nicht für Stirne, die eng sind.“ Mit seinem dritten Album „Fame“ will Chaoze nun endgültig nach Ruhm und Ehre streben wie auch der grosse Teil Deutschlands? Von wegen, mit diesem Albumtitel meint er die italienische Bezeichnung für Hunger.
Und Hunger muss Chaoze One auch haben. Die 18 Track starke LP wurde komplett von ihm selbst produziert. Vom Artwork bis zum Vertrieb wurde nichts dem Zufall überlassen sondern die CD trägt in jedem kleinen Detail die Handschrift des Karlsruhers. Mit Menschen wie Lotta C., Albino, Microphone Mafia, Sista Zoum oder Nic Knatterton hat er weitere HipHop Partisanen an seine Seite geholt, die ihn am Mic unterstützen um den Hunger nach Wahrheit, Ehrlichkeit und Offenheit zu stillen - Eigenschaften, die der Gesellschaft scheinbar verloren gegangen sind. Viel Inhalt mit hohem Anspruch ist hierbei das Ergebnis. Chaoze rappt nicht wie andere. Autonom, selbstständig aber auch selbstkritisch reflektiert er sich selbst und seine Umgebung. Ehrliche Worte voller Wut, Trauer und Kampfgeist sind bei ihm an der Tagesordung. Seine Musik klingt dabei herrlich melodisch, immer mit einem Hauch Melancholie aber auch fresh, was Songs wie „Was Positives“ beweisen. Dafür sorgt letztendlich auch die lieblich gesungene Hook von Lotta C.
Die Texte stehen bei den Akteuren stets im Vordergrund. Das beweist beispielsweise auch ein Acapella von Chaoze One, das es ebenfalls aufs Album schaffte. Das toll umgesetzte „Briefwechsel“, schon bekannt von Albino’s „Überlebenstraining“ wartet auf „Fame“ in einer Remix Version auf. International wird es auf der Platte mit dem Schweizer Greis, der französischen Rapperin Sista Zoum und den Irie Révoltés, die zusammen mit Chaoze das Projekt Perspectives ins Leben riefen. Mit dem Mundart MC Greis rockt Chaoze bei „Lass uns“ auf einem orientalisch angehauchten Instrumental das Mikrophon, Sista Zoum sorgt auf „Monde Désenchanté“ (Desillusionierte Welt) für echten französischen Scharm, der auch auf „Garde La Foi“ (Behalte den Glauben) mit den Irie Révoltés anhält. Der Mix aus Chaoze aggressivem Rap und dem energischen Stil der Iries öffnet neue Perspektiven und lässt mehr als nur Potential offensichtlich erscheinen. Mit „Das letzte Kapitel“ schliesst Chaoze sein Album ab. Ein offener, persönlicher Text über zerbrochene Beziehungen: „..und ich weiss auch in Tränen ist es die Zeit die befreit. Von dir die Kontur, die dich zeichnet, verbleicht schon im Regen. Unbeschreibliche Szenen. Dieses Boot, es versinkt und der Tod ist bestimmt. Diese Liebe stirbt ab, wird das Buch endlich schliessen, ich schliesse es ab...“
Ein gutes Werk was hier Chaoze One abliefert. Ein Album zum Anhören, weniger zum Abfeiern, mit einigen sehr schönen hörenswerten Songs. Inhaltlich sehr tief, deswegen stellenweise auch etwas anstrengend, aber thematisch ein Album mit dem man sich auseinander setzen sollte.“
[Flashmag.de - http://www.flashmag.de/cms2/index.php?option=com_content&task=view&id=369&Itemid=73]

“Irgendwie bin ich auf ihn gestoßen - wie weiss ich leider nicht mehr. Vielleicht war es sogar MySpace. Egal, auf jeden Fall ist er gut. Chaoze One heisst er, und kommt ganz aus meiner Nähe. Nämlich aus Neustadt/Karlsruhe. HipHop macht er - aber keinen gewöhnlichen. Kein Bushido-Ghetto-Gelaber auf pseudo-electronic-Beats. Vielmehr transportiert er linkes Gedankengut auf HipHop statt auf Punkrock. Seine Wurzeln in der Antifa, zog es ihn in Richtung HipHop, wovon seine Hörer jetzt profitieren. Eines aber vorweg, er übertreibt nicht mit extremen Gedankengut. Kein “Scheiss auf euren Staat gelaber”. Viel mehr schildert er soziale Ungerechtigkeit (”Lebensläufe”) oder den Kampf gegen Rechts (”Edelweisspiraten sind treu”). Ein absoluter Geheimtipp, denn was in manchen wenigen Tracks an Monotonität im Gesang vorhanden ist, wird durch geile abwechslungsreiche Beats oder Hintergrundgesang wett gemacht. Auf jazz-ige Beats steh ich sowieso(”Underground”). Auch fremdsprachig wird gerappt. In Schweizer-deutsch, was ich persönlich nicht mag, aber auch in Französisch. Die Scheibe wird sich auf jeden Fall noch viele viele Male in meiner Anlage drehen. Hörproben gibts bei MySpace, Das Album für 13 Euro incl. Versand - in schöner Papp-Klapp-Hülle mit Booklet und allen Texten - gibts auf der Homepage. Die Kohle ist sicherlich gut angelegt. Enden will ich mit dem Erich Fried Zitat in der Mitte des Booklets: Zu sagen hier herrscht Freiheit ist immer ein Irrtum oder eine Lüge Freiheit herrscht nicht.“
[http://escapeyourmind.the-skylab.de/2007/01/13/chaoze-one-fame/]

"HipHop-Asterix - Über Chaoze One's neues Album "Fame": HipHop ist das CNN der Schwarzen." So lautet eine häufig zitierte Aussage von Chuck D, einem Rapper der New Yorker Band "Public Enemy". Er beschrieb damit weniger die Funktionsweise des Genres als Nachrichtenkanal im eigentlichen Sinne, als dass er ihmipHopH ihmi eine grundsätzlich emanzipatorische Bedeutung beimaß: Die Bewohner der US-amerikanischen Ghettos haben sich mit HipHop eine kulturelle Heimat geschaffen, die ihnen erlaubt, selbst zu bestimmen, was und wie über sie berichtet wird. Die Rap-Texte verhandeln öffentlich die Lebensrealität der Ausgegrenzten und ihre darin wurzelnden Hoffnungen, Ängste und Träume. Themen sind
Drogen, Partys, Liebe, Sex, Gott, die Schule, das Fernsehen, Gefängnis, das schnelle Geld usw. Als Beispiel ein Ausschnitt aus "The Message", dem frühen 1982er Hit der Rap-Veteranen "Grandmaster Flash & The Furious Five", der als Fundament für das gilt, was man später Conscious Rap nannte (conscious: engl. bewusst): "Ich hab die Erziehung eines Penners / Eine zweistellige Inflation / Ich kann nicht den Zug nehmen, um arbeiten zu gehn / Die Transportunternehmen streiken (...) Ratten in der Wohnung / Kakerlaken in der Küche / Junkies im Garten mit Baseballschlägern (...) Stoß mich nicht / Weil ich am Rand des Abgrunds stehe."
So weit, so gut. Von Beginn an schwankten die von den US-Rappern dabei an den Tag gelegten Attitüden hin und her zwischen schwarzem Selbstbewusstsein auf der einen und Gangster-Stilisierung auf der anderen Seite - zwischen Rebellion und dem Wunsch nach sozialem Aufstieg. Die politisch expliziten Sprech-Varianten reichten dabei vom religiösen Fundamentalismus bis hin zu marxistischen Black-Panther-Positionen. Dass sich im HipHop-Mainstream schließlich die Zuhälter-Spielart durchgesetzt hat und anstelle der sozialen Verhältnisse der Slum-Bewohner nun weitgehend die Konsumgewohnheiten der sie stylish imitierenden weißen Mittelschichts-Jugend verhandelt werden, dafür hat die Kulturindustrie allein durch das ihr innewohnende, kapitalistische Verwertungsmoment gesorgt. Schließlich hat sie was zu verkaufen. Und mit der Ghetto-Kultur war über Mode, Musik, Werbung, Kino usw. in den Neunzigerjahren eine Menge Geld zu verdienen. Ideologisch unterfüttert wurde sie dabei von der gleichgeschalteten Pop-Journaille, die immer mal wieder feststellte, dass HipHop in Wirklichkeit nur die Party und den Spaß an der eigenen Coolness feiere. Die Politrapper würden sich da nur draufsetzen und den medialen Hype für ihre Zwecke ausnutzen. Von der einst als Gegenkultur gefeierten HipHop-Bewegung ist heute demgemäß nicht viel übrig geblieben. Auch in der deutschen Szene, wenn auch unter anderen Rahmenbedingungen, stellt sich ein ähnlich trauriges Bild dar: Harmloses Spaß- und Style-Gerappe auf der einen, Befriedigung bürgerlicher Gruselsehnsüchte nach Härte, sexueller Gewalt und männlicher Dominanz auf der anderen Seite. "Alle MCs sind schwul in Deutschland" (Kool Savas) hier, dort Sammy deLuxe aus Hamburg, der kundtut: "Ich fühle mich geehrt neben Stars wie 50 Cent, Nelly, Jay-Z oder Pharell Williams nun meine
eigene Schuhkollektion am Start zu haben. Reebok ist dafür die ideale Brand, da sie die Verschmelzung aus Sport, Musik und Entertainment absolut versteht und respektiert."
Aber wie das kleine Dorf bei Asterix gibt es ja zum Glück auch im richtigen Leben ein paar Wenige, die den Mut haben, den Imperativen der Entertainment-Industrie und ihrer Feuilleton-Claque zu widerstehen, und die HipHop als das benutzen, was er eben auch sein kann: politisches Sprachrohr der Marginalisierten. Einer der hiesigen Gallier ist der Rapper Chaoze One aus Mannheim. Angefangen Musik zu machen, hat er, beeinflusst durch die Platten von KRS-One, Anarchist Academy und Torch, im Jahr 2000. Er bestritt seitdem unzählige Gigs auf Kleinlastern, die Demos der örtlichen Antifa unterstützend, brachte sich in diverse politische Kampagnen z.B. gegen die Abschiebung von Asylbewerbern ein und trat auch sonst regelmäßig dort auf, wo es politisch notwendig war. Drei Platten in Albumlänge hat er bislang rausgebracht. Sein neuestes erschien diesen Monat. "Fame", so der Titel, kommt hier im Übrigen nicht aus dem Englischen, sondern ist italienisch und steht
für "Hunger".
Es enthält 18 Stücke, auf denen Chaoze One auf charmante Art und Weise mal Geschichten aus seinem persönlichen Umfeld erzählt, immer wieder aber auch explizit politische Themen aufgreift, so z.B. wenn er sich auf meinem Lieblingslied "Underground" mit dem Phänomen des deutschnationalen Arsch-und-Titten-HipHop befasst und seinen eigenen Ansatz dagegen stellt: "Stell dir vor ich spiele Soli gegen Schavans Berufsverbote / nicht Repression sondern die Solidarität wär uferlos ..."
Auch Musikalisch ist die Produktion sehr ausgefeilt. Funky Beats, tolle Samples, schöne Arrangements, alles von Chaoze One in Eigenregie am Computer hergestellt. Der Gesamtsound ist dabei aber rau genug blieben, um an keiner Stelle in die gefälligen Wohlklang-Klischees abzurutschen, zu denen die modernen Produktionsbedingungen so manchen verleiten. Natürlich sind auch hochklassige Gäste mit von der Partie, so die Sängerin/Rapperin Lotta C., DJ Ra von der Microphone Mafia oder Deadly T. (Anarchist Academy), um nur ein paar Namen zu nennen.
Besonders gelungen finde ich das Stück "Edelweißpiraten sind treu". Eine geschickte Montage, dargeboten zusammen mit Lotta C. Das alte Edelweißpiratenlied wird zitiert, dazu erzählt ein Widerstandskämpfer seine Geschichte von der Nazizeit bis jetzt. Mögliche Parallelen, den Widerstand im Hier und Heute betreffend, tauchen von ganz alleine im Kopf des Hörers auf, ohne dass darauf im eigentlichen Text hingewiesen wird. So funktioniert's.
Unterm Strich ist "Fame" so mit das Beste, was ich in den letzten Jahren an HipHop aus Deutschland gehört habe. "
[Kai Degenhardt über "Fame*"]

"Das mir vorliegende Werk „fame*“ von Chaoze One wird im Pressetext folgendermaßen beworben: „Vielseitiger, anspruchsvoller und abwechslungsreicher HipHop, der durchdacht und fundiert, mal lyrisch, mal politisch und mal persönlich, und dazu noch immer hochklassig und intelligent ist.“ Ok... das scheint mir dann auf Anhieb gleich mal schwere Kost zu sein. Gab es so etwas in Deutschland schon mal? Das Album muss ja der Ferrari unter den Deutschrap-Releases sein. Was lässt mich diese Ankündigung erwarten, wo ich doch schon so völlig abgestumpft bin von den harten deutschen Straßen, die in billigen Simplerhymes, die dazu noch aus Anglizismen bestehen, jeden Tag auf mich einprasseln? Ich erwarte zumindest ein Album, das besser ist als der Rest. Ist das zuviel verlangt?
Tasten wir uns also ganz langsam ran... Die CD kommt in einem hochwertigen Digipak und mit einem tadellos aufgemachten 16-seitigen Booklet daher, das alle Texte des Albums enthält. Also schonmal ein Pluspunkt. Nun schauen wir mal, wer so mit dabei ist: Lotta C. mit Gesang und Rap, Deadly T. von Anarchist Academy, die Microphone Mafia, die Irie Revoltes, die Perspectives, Greis (Schweiz), Nic Knatterton, Albino und Sista Zoum (Frankreich). Dazu sind mit DJ Ra und 12 Finger Dan gleich zwei DJ's mit dabei. Und ich darf vorwegnehmen, dass sich von diesen Gästen auf der gesamten Albumlänge keiner die Blöße gibt und immer mit dem Chef harmonieren. Denn die Menge der Beteiligten lässt nie den Vorsitz Chaoze Ones' über die ans Mikrofon gebetene Belegschaft anzweifeln. Dafür gibt es den zweiten Punkt.
Die Beats stammen alle von Chaoze One selbst, der auf diesem Longplayer eine zielsichere Liebe zum Detail an den Tag legt, die nie in endloser Spielerei ausartet. Musikalisch klingt er melodiös und organisch und dabei sehr vielseitig, lässt aber eine eigene konstante Handschrift erkennen. Weiterer Pluspunkt dafür.
Kommen wir zum Rap. Es wird schon im ersten Song schnell klar, dass der Mann auch einem Doubletime nicht aus dem Weg geht und, dass er sein Handwerk versteht, d.h. er vermeidet zu einfache Reime und passt sich rhythmisch immer passend an die unterschiedlichen Instrumentale an. Dazu kommt, dass er eine sehr wirkungsvolle, präsente Stimme hat. Auch dafür ein weiterer Pluspunkt.
Und inhaltlich? Tja, für alle Heads da draußen, die sich nachdenklichen, aber doch positiven Stuff wünschen, ist dieses Album genau das Richtige. Klar kommt hier und da ganz kurz der Zeigefinger durch, aber ist das nicht irgendwie immer so wenn jemand etwas Intelligentes sagt? Und ich hake das unter von harten Straßenrappern in mir geschürter Deutschrap-Zeigefinger-Paranoia ab und lasse mich mitziehen, in eine selbstbestimmte, vorwärtsgerichte Welt, die aus einem gesunden Meckern heraus entsteht. Ich empfehle dem geneigten Leser jedoch ausdrücklich eine eigene Reise in diese Welt zu unternehmen, weswegen ich hier nichts weiter davon preisgeben möchte. Zwei weitere Punkte dafür.
Also ja, ich stimme der Einschätzung des Pressetextes voll und ganz zu. Und Kritik habe ich keine? Doch, die habe ich, aber die behalte ich für mich, denn die kann nach so viel Lob nur noch belanglos wirken. Es gibt also sechs von sieben möglichen Punkten. Für einen Classic reicht es nicht ganz, aber es ist auf jeden Fall mein erster Kandidat für das beste Deutschrap-Album 2007. Word."
[Rap.de ; Direktlink: http://rap.de/reviews/1130]

„Schon das dritte und wieder mal beste, weil ausgereifteste Album vom „heimatlosen Karlsruher“ Polit-Rapper Chaoze One, der im wunderschön aufgemachten 16-seitigen Textbooklet gleich auf mehreren Polaroids seine Sympathie zum FC St. Pauli bekundet! Nach zwei großartigen Alben und EP‘s zwischen 2000 und 2006 gibt es auch diesmal 18 sehr abwechslungsreiche, aber immer höchst anspruchsvolle Stücke zu hören, die textlich intelligent in der Tradition von (links)radikalen Acts a la Anarchist Academy – also gut durchdacht und kein bisschen phrasenhaft – stehen. Neben Deadly T., von eben jenen Dortmunder Rappelkistenkids, sind noch viele weitere, hochklassige MC‘s wie z.B. die sympathische Lotta C, der Schweizer Greis, Albin und Sista Zoum, oder die Microphone Mafia und Irie Revoltes, als Gäste zu hören. Außerdem sind mit DJ RA (Microphone Mafia) und 12 Finger Dan erstmals gleich zwei DJ´s vertreten, die meist lässig-coole, mal kämpferisch-druckvolle Beats und Samples auflegen. Aber eigentlich müsste man jetzt auf jeden Track im Einzelnen eingehen, da einen von der 1 bis zur 61 Minute so viele textliche wie musikalische Höhepunkte begeistern, dass jede pauschale Beschreibung viel zu einfach, ja, all diesen grandiosen Songs gegenüber sogar unwürdig wäre! Der Albumtitel ist übrigens nicht englisch sondern italienisch und bedeutet übersetzt „Hunger“. Und man bekommt im wahrsten Sinne wirklich nicht genug hier von! Mit bleibt die Spucke weg, ich bin einfach nur begeistert….“
[Der Übersteiger Nr. 82]

„Chaoze One, seines Zeichens Rhyme Guerilla aus Karlsruhe, veröffentlicht mit „Fame“ bereits sein drittes Studioalbum als Solokünstler und fordert diesmal endgültig die mittlerweile mehr als verdiente Anerkennung in der deutschsprachigen HipHop-Szene ein. Diese kam ihm bislang nur im Untergrundbereich zu Teil, aber hungrig auf mehr, mit „durchdachten, fundierten und stellenweise lyrischen Texten, mal politisch, mal persönlich, aber immer hochklassig und intelligent“, greift Chaoze One womöglich nach den Sternen. Selten würde ich meine absegnende Unterschrift unter so manchen Pressetext setzen, aber die Labelinhaber von Twisted Chords übertreiben in keinem Maße. Dem Anspruch, möglichst „vielseitig, anspruchsvoll und abwechslungsreich“ auf den Hörer zu wirken, wird der Rapper mit „Fame“ mehr als gerecht.
Chaoze One reflektiert über sein Leben und lässt bei seinen Betrachtungen auch niemals sein Umfeld und den geschichtlichen Ablauf der Zeit außen vor. „Was Positives“ bekommt man im Duett mit der Sängerin Lotta C., denn Chaoze ist gekommen, „um zu meckern und den deutschen Rap zu tadeln“. Der Künstler macht eben Musik „für Hirne, die denken statt Stirnen, die eng sind“ und man muss sich auf so manche politische wie sozialkritische Texte einlassen können, um „Fame“ in vollem Umfang genießen zu können. Für seine Rechte kämpfen, Rechte bekämpfen und niemals vergessen, was in der Vergangenheit war und immer noch die Gegenwart beeinflusst – das wichtigste Statement, nicht nur auf den Songs „Lass uns“ und „Edelweißpiraten sind treu“. Dazwischen ein aufschlussreicher Rückblick „Back In The Days“, über die bis heute anhaltende Freundschaft zwischen Chaoze One und der Microphone Mafia. Wortakrobaten am Mic ist dann das Motto von „Guerilla/Partisan“ mit Nic Knatterton. Was die Beats auf „Fame“ angeht, ist Chaoze höchstpersönlich Federführend und beweist ein ums andere Mal sein sicheres Gespür für musikalische Harmonie. Mehr Revolutionäre nach französischem Vorbild bräuchte unsere Heimat, was im Verbund mit Sista Zoum auf „Monde désenchanté“ deutlich verbalisiert wird. Dass das Leben auch mal entspanntere Momente hat und haben muss, zeigt ein relaxtes „Easy“ mit klassischem Klavier als musikalische Begleitung. Auf dem links orientierten „Garde la foi“ trifft man altbekannte Zeitgenossen wieder, denn die Combo um Irie Révoltés bildet mit Chaoze One die Gruppierung Perspectives. Mit dem 18. Track schließt der Karlsruher Rapper emotional geladen und ergreifend auch sein „Letztes Kapitel“ einer gescheiterten Beziehung. Aufmerksame Zuhörer werden den großartigen Facettenreichtum und die inhaltliche Stärke von „Fame“ schnell lieben lernen, also bleibt nur ein Appell an die HipHop Heads da draußen: lauscht den Worten von Chaoze One!“
[Generation One Onlinefanzine ; Link: http://www.generation-one.de/content/view/175/0#chaozeone]

„HipHop, nun ja... Nicht gerade mein Metier. Aber Punk sollte mehr als ein Musikstil sein. It‘s more than music. Und es gibt auch Menschen jenseits unserer musikalischen Grenzen, die ähnliche oder gleiche Ideen, Denkansätze politische Ansätze und Widerstandsvorstellungen besitzen. Und Chaoze One ist ein Gratwanderer. Er spielt HipHop mit extrem politischen, auch radikalen Texten, singt aber auch über persönliche Themen und den Alltag. Er veröffentlicht seine Platten auf einem Punklabel, spielt auch mit Punkbands oder politischen Veranstaltungen. Vielleicht gehört er zu den Menschen, mit dem man geistig mehr gemeinsam hat als mit manchen Punks. Wer „open minded“ ist und gerne auch mal in andere Szenen und andere musikalische Stile reinriecht, dem sei Chaoze One empfohlen. Es geht um Gefühle und Sehnsüchte, um Kämpfe und Widerstände, Solidarität und Wut, Poesie und Poetrie, Sex, Freiräume und Toleranz. Tolle Sache, die ich mir gerne mal geben kann, auch wenn HipHop so gar nicht mein Ding ist....“
[Plastic Bomb Fanzine Nr. 58]

"Deutlich professioneller produziert ist jedoch Chaoze One‘s neues Album "Fame". Nicht der englischsprachige "Ruhm" stand Pate für den Plattennamen sondern der italienische "Hunger". Und Appetit auf mehr macht Chaoze One‘s drittes Album nach "Rapression" und "Koppstock" garantiert. Unterstützt von so illustren Gästen wie Lotta C., Microphone Mafia und Irie Révoltés rappt Chaoze One gegen den Mainstream an. Dabei propagiert und agitiert er nicht wie Holger Burner. Nachdenklicher ja - aber kein bisschen vorsichtiger präsentiert sich "Fame". In "garde la foi", gefeatured von Irie Révoltés, setzt er sich mit dem Bruch mit Erwartungen und Traditionen, in "Edelweißpiraten sind treu" mit dem Umgang mit der deutschen Geschichte auseinander. Mit "Letztes Kapitel" findet sich gar ein Liebeslied auf der LP. Der Mut zu solchen Stücken macht zugleich die Stärke der Platte aus. Mal entspannt wie in "Easy" wechselt der Beat schnell zu einem rockigeren Stück wie "Back in the days" und offensiveren Raps wie in "Monde désenchanté". Chaoze One hat an sich gearbeitet. Das Album ist rund, es macht Spaß, es ist entspannt, hilft und macht Mut. Und so nimmt man dankend Tipps wie folgt an: "Denk einfach nicht an Morgen und vor sechs Uhr aufstehen/ war heute nicht bei der Arbeit, hab die Stechuhr geklaut/ und sie für 30 Euro bei ebay verkauft."
[Auszug aus "Analyse & Kritik Magazin März 2007]

„Chaoze One erzählt von den Edelweiß-Piraten, Erich Fried, linker Politik, herrschaftsfreiem Leben und queeren Freunden. Das Ganze unterlegt mit amtlich knallenden Beats und abwechslungsreichem Flow. Für mich die beste deutsche HipHop-Platte seit Langem!“
[Intro Magazin Nr. 148 / April 2007]

"Dass ein Chaoze One mit seinen Rhymes gerade gegen Ruhm und Ehre kämpft, dürfte sich nach den zwei feinen Alben "Rapression" und "Koppstoff" auch über die linke HipHop-Szene herumgesprochen haben. Der Titel seines Drittlings "Fame" (Twisted Chords/Broken Silence) ist denn auch ganz und gar nicht englisch, sondern italienisch zu verstehen. Gemäß der Weisheit, die jedem Kater folgt: Wer viel abkotzt, bekommt hinterher auch wieder Appetit.
18 Tracks lang trotzt Chaoze One in gewohnter Güte dem gruseligen Deutschrap-Mainstream und zeigt sich dabei nicht nur musikalisch eindeutig gereift, sondern weitaus vielseitiger und abwechslungsreicher, als man den MC bis dato kannte.
Seine Skills am Mic, stets durchdachte und stellenweise auch mal lyrische Zeilen, hier hoch politisch, dort zutiefst persönlich, aber immer irgendwo zwischen traurig-resignativ und einfach nur wütend, das kennen und schätzen wir schon seit Anbeginn. Doch mit diesen ausgeklügelten, detailverliebten Beats ist Chaoze One angekommen.
Abzulesen ist das auch an der langen Gästeliste: Neben altbekannten Gesichtern wie Gesangspartnerin Lotta C., Deadly T. von Anarchist Academy ("Tiefer"), der Microphone Mafia (ka-news berichtete) oder den Irie Revoltes aka Perspectives (ka-news berichtete) haben diesmal auch Greis aus der Schweiz ("Lass uns"), Nic Knatterton ("Guerilla/Partisan"), Albino ("Briefwechsel Remix") und Franzose Sista Zoum ("Monde Désechanté") im Studio vorbeigeschaut. Mit Mic Mafia-DJ Ra und 12 Finger Dan gibt's auf "Fame" obendrein erstmals zwei Discjockeys zu hören.
Und der Respect geht raus: Eine gute Stunde lang wird auf höchstem Niveau kollaboriert; gesampelt, gerappt und gesungen und gesprochen. Chaoze setzt den "Edelweisspiraten" - vor zwei Jahren von Niko von Glasow auch filmisch ins Licht gerückt (ka-news berichtete) - ein musikalisches Denkmal, arbeitet mit "Garde La Foi" gleichfalls ein Stück linker Geschichte auf, erzählt von gewachsenen Freundschaften ("Back In The Days") wie gescheiterten Beziehungen ("Letztes Kapitel") und lässt zwischendurch den jüdischen Nachkriegs-Lyriker Erich Fried ins Wort fallen.
Ob es an der Experimentierfreude liegt, dass sich nur wenige Tracks ohne Umschweife in die Ohrmuscheln kuscheln? Mag sein. Aber wer hat behauptet, dass es einfach werden würde? Zumal es einen solchen sehr wohl gibt und zwar an sechster Albumstelle. "Wenn du es willst", ein toller Lovesong mit Pianountermalung, eingängigen Melodieläufen, klasse Beats und treffenden Bildern ("Wär gerne glücklich, rauch stattdessen nur Fortuna-Kippen").
Doch doch, man darf sich festlegen. "Fame" - das im übrigen für den "Hunger" steht - ist eine wichtige, eine der interessantesten deutschsprachigen HipHop-Scheiben seit Langem. Und wenn schon nicht für Ruhm und Ehre, dann für die längst überfällige Anerkennung. Word."
[KA-News Onlinemagazin ; Direktlink: http://ka-news.de/kultur/news.php4?show=pat2007413-1975J]

"Banditen und revolutionäre - HipHop im Wandel der Zeit. Das gilt auch für Deutschland. Von Advanced Chemistry zu Bushido. Der deutsche Rapper Chaoze One beherrscht dabei beide Stylearten: derben Hardcore, aber mit Seele und Attitude."
[Intro Magazin, Mai 2007]

„Der eine oder andere Wahrschauer-Leser dürfte sich noch an Anarchist Academy erinnern. Während es um die Polit-Rapper der „Kappelkisten-Generation“ abgesehen von einem augenzwinkernden Kool-Savas-Diss vor zwei Jahren, leider ziemlich still geworden ist, halte MC‘s wie Chaoze One, Albino, Nesti oder Madcap weiterhin die Antifa-Fahne hoch, spielen Soligigs und schreiben engagierte Texte. Ersterer hat nach zwei EP‘s nun das erste Album am Start und bemüht sich abermals um klare Aussagen und ernste Anliegen. Unterstützt wird er dabei unter anderem vom bereits erwähnten Albino, von 12 Finger Dan, DJ RA, Sista Zoum, Microphone Mafia, Perspectives und von – man höre und staune – Erich Fried. Darüber hinaus gibt es gleich zweimal Deadly T zu hören, der (so schließt sich der Kreis) früher zusammen mit Bomber und Hannes Loh bei Anarchist Academy das Mikrofon rockte. Thematisch geht es um Revolution, Sozialkritik, die guten alten Zeiten, Edelweisspiraten, persönliche Schicksalsschläge und natürlich auch um eine Rapszene, die arg zu wünschen übrig lässt. Für die Musik zeigt sich Chaoze One komplett selbst verantwortlich, was nicht nur aufgrund der Spielzeit von einer Stunde beeindruckend ist. Alles in allem etwas für Leute, die kritische Texte im deutschen HipHop kaum noch für möglich halten. „Fame“ wird übrigens „fa-me“ gesprochen und bedeutet „Hunger“ auf italienisch.“
[Der Wahrschauer Nr. 54]

„Mit „fame“, dem Titel des dritten Albums von Ausnahmerapper Chaoze One, ist nicht etwa der Ruhm gemeint, wie im englischen, sondern das italienische Wort „fame“ für Hunger. Es geht wie auf den Vorgängeralbum um Aktionismus, den Wunsch nach Freiheit, und eine Reflektion des eigenen Lebens, sowie auch um Liebe. Direkt im ersten Lied gibt´s ein wunderschönes Bella Ciao Sample sowie einen supergeilen plötzlichen Tempowechsel, thematisch wird der Hip Hop Mainstream angegriffen. Lied 2, namentlich „Was positives“, ist mein persönlicher Anspieltipp, ein Song für jeden verzweifelten Autonomen oder hoffnungslosen Aktivisten.
Wie bei vielen anderen Songs, ist Lotta C. dabei, die dem Sound mit ihrer Stimme eine tolle Note verleiht. Darauf folgt ein A cappella-Rap, ein sehr persönlicher Briefwechsel (so heisst auch der Song) mit dem Kieler Rapper Albino. Die Songs sind sehr Abwechslungsreich, dass wunderschöne „Wenn du es willst“, die kämpferische Ode an die Edelweisspiraten, die gegen die Nazis gekämpft haben („Edelweisspiraten sind treu“) oder das sehr interessante „Fall ins Wort“ von und mit Erich Fried sind nur ein paar Beispiele.
Gastrapper sind neben den schon erwähnten Lotta C. und Albino Deadly T. von Anarchist Academy, Die Mic Mafia, Nic Knatterton, die Perspectives usw usw. Eigentlich sollte man auf so einem Album keinen einzelnen Song herausnehmen, aber ebenfalls zu erwähnen ist das sehr freshe Underground, welches sich gegen die deutschen Mainstream-Rapper richtet die 0% Inhalt, massenweise Kohle aber 100% Underground Image haben. Mit „Garde La Foi“ kommt am Ende auch mal ein eher aggressiver Song.
Fazit: Ein grossartiges, abwechlungsreiches Rap-Album mit all den grossartigen Inhalten die im deutschen Hip Hop so sehr fehlen. Dazu kommen fettefettefette Beats, tolle Samples, und eine Energie, Wut und Spontanität, wie sie bei kaum einem zweiten zu finden ist. Hammeralbum! Weiter so Chaoze!!! - mink
Das Album ist übrigens bei dem kleinen aber feinen Punklabel TWISTED CHORDS herausgekommen und das nicht nur als CD sondern auch als liebevoll aufgemachtes Doppelvinyl. Das macht Hoffnung.“
[Aponaut Onlinezine ; Direktlink: http://www.aponaut.org/index.php?action=showThisArtikel&artikelName=chaoze&menuName=augenohren&menuitem=7]

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