Suche
Detailsuche

News
Aktuell
Archiv

Katalog
Neuheiten
CD
Vinyl-LP
Vinyl-7"
Vinyl-10"
Tapes
TC-Releases
Testpressungen
T-Shirt
Kapuzenpullover
Girlie / Polo-Shirt
Stoffbeutel
Aufnäher
Bücher
Buttons
DVD
Sonstiges
Vinyl-Zubehör
Cheapos
Alles
Bestellen

Sonstiges
Versandinfos
Impressum
und AGB

Kontakt
Hilfe & FAQ

Aktuell

Reviews: Pyro One - Tränen eines Harlekins 2
„Der Berliner Rapper Pyro One, bekannt aus dem Rapduo Monkey Mob, veröffentlicht in diesen Tagen sein Debütalbum. Nach einem recht viel versprechenden Interview mit dem jungen Künstler war ich besonders gespannt darauf, in „Tränen eines Harlekins“ – so der Titel des Longplayers – reinzuhören.
Das Artwork der CD gibt sich in betont düsterem Look. Gewitterwolken, Regen, eine alte Fabrikhalle, ein Harlekin und ein in schwarz gekleideter Produzent – in diesem Falle ebenfalls-Berliner LeijiONE, der für eben dieses Artwork auch verantwortlich ist und das gesamte Album produzierte.
Nun aber zur Musik. Drückt man auf Play, so kommt Track 1 – „Zerrissen“ – zunächst wie ein gewöhnliches Intro rüber. Nach und nach entwickelt sich daraus ein Song über die heutige Hip Hop Szene. Bereits hier wird Pyros Standpunkt zu seiner Musik deutlich: „Keine beschissenen Parolen von wegen ‚Ich hol mir den Thron’“, „ich hab kein Platz für Representer-Tracks“. In seinen Lines übt er deutliche Kritik an der restlichen Szene, insbesondere oberflächlichem Rap („Diese Szene hat sich in Stücke zerrissen“) und zeigt, dass er textlich auch auf einem Disstrack glänzen kann (was, unter uns, vielen Rappern die sich über solche Tracks definieren wohl für immer verwehrt sein wird).
Selbiges Thema greift Pyro auch in „Pyrocore“ noch einmal auf, indem er – wohlbemerkt mit viel Stil - wieder gegen einen Großteil der Rapszene schießt. In gewisser Weise handelt es sich hierbei aber doch um einen seiner im Intro so verpönten „Representer-Tracks“: „Einfach mehr, einfach ich, ganz einfach: Das Image bin ich“, auch wenn er darin nicht ankündigt sich zu irgendeinem König von irgendwas krönen zu wollen. Diesen Umstand verzeiht man dem Rapper jedoch schnell, wenn man einen Blick auf die Themenvielfalt der anderen Songs wirft – denn die ist beachtlich.
So handelt „Mädchen im Netz“ über die Auswirkungen der Medien – insbesondere des Internets – auf unsere Gesellschaft. Mit Lines wie „Das Netz ist ein Strich“ zeigt Pyro, wie leicht sich durch die Medien Tatsachen verändern können, unbeliebte Menschen plötzlich Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommen und wie sehr wir uns auf diesem Wege täuschen lassen.
Ein großes inhaltliches Augenmerk auf „Tränen eines Harlekins“ liegt jedoch beim poltischen und sozialkritischen Rap. Als Beispiele wären hierfür die Tracks „Opferlamm“, das die politische Kritik Pyros in meinen Augen mit sehr viel Wortwitz darstellt, sowie „Feuer“ mit Holger Burner und Pyro MC, zu nennen. Letzteres wirkt durch seine aggressive „Brennt-alles-nieder“- Message auf mich jedoch weniger ansprechend.
Sozialkritische Töne schlägt Pyro One in Tracks wie „100m“ mit Ambigu MC an. Dieser Titel überzeugt neben gut durchdachten Lyrics durch eine hervorragende Produktion vonseiten LeijiONEs und ist somit einer der stärksten Tracks des Albums. In „Spiegelbild“ wird das Thema Selbstzweifel gemeinsam mit dem hier besonders starken Consciousrap-Kollege Chaoze One aufgegriffen und durch die beiden MCs sehr gut inszeniert.
„Narrenkappe“ ist einer der Tracks, in denen Pyro bewusst das Harlekin-Motiv aufnimmt und so einen der poetischsten und metaphorischsten Tracks des Albums schafft.
Besonders glänzt das „One-Duo“ auf den Storytelling-Songs der LP. Pyro hat hier lyrisch eindeutig seine Stärke und schafft es, eine spezielle Geschichte emotional und dennoch für jeden begreiflich in Worte zu fassen während Leiji für die passende musikalische Untermalung sorgt. Sehr kreativ wurde so der Track „Anruf beim Mensch“ mit Kela umgesetzt. Vers 1 hat einen allgemein gehaltenen Content, während die Verse 2 und 3 persönliche Storys aufgreifen. Absoluter Reinhörtipp, auch wenn Kela gesanglich nur bedingt überzeugen kann.
Mit authentischen Texten und Storys überzeugt auch das Finale des Albums, welches als Überraschung die beiden stärksten Tracks für den geneigten Hörer bereithält. Der Titel „Panik“ verfügt über eine auffällige inhaltliche wie auch musikalische Steigerung, die den einen oder anderen Deutsch/Musik-Oberstufen-Lehrer zu einem Freudenschrei veranlassen würde. Man spürt quasi die Panik in den Lines, spürt die Anspannung am eigenen Körper. Das Zusammenspiel von Beat und Rap überzeugt vollkommen. Der abschließende (Titel-)Track „Tränen eines Harlekins“ bringt die Stimmung des Albums schließlich auf den Punkt und stellt einen würdigen Abschluss zu dieser alles in allem soliden LP dar.
Diese hat jedoch auch ihre Schwachstellen. So ist „64x Kiez“ zwar ausreichend mit Metaphern ausgestattet, will jedoch thematisch bei mir nicht so recht ansprechen. Auch „Monster“, das sich um den Beat zum Track dreht, ist zwar ganz witzig umgesetzt werden, bleibt aber nicht hängen.
„Tausend Dinge“ verabschiedet sich dagegen mal vom betont düsteren Auftreten der Platte und macht durch seine musikalische Umsetzung und die wechselnden Verse von Kobito und Pyro richtig gute Laune, auch wenn man einige Zeit braucht um inhaltlich folgen zu können.
Zum Abschluss können Pyro One und LeijiONE nun auf ein weitgehend tiefsinniges, lyrisch hochwertiges und von den Produktionen her wertvolles Album blicken. Es stellt sich jedoch die Frage, ob ein solches bei der breiten Masse Erfolg haben kann. Diese Frage scheint sich Pyro in „Narrenkappe“ teilweise selbst zu beantworten: „Es gibt keinen Platz für einen Harlekin“ – zumindest nicht im großen, von Künstlern überfluteten Rapmeer. Dennoch ist „Tränen eines Harlekins“ ein hörenswertes Album, welches dem Conscious-erprobtem Rapfan unbedingt ans Herz zulegen ist.“
[Rapspot.de ; Link]

"Es ist mal wieder Zeit für eine kleine Runde „interpretiere das Albumcover“. Dieses Mal auf dem Seziertisch: „Tränen eines Harlekins“, das siebzehn Stücke starke Album des Berliner Pyro One und dessen Haus und Hof-Produzenten LeijiONE. Da hätten wir eine von Anfang bis Ende vollends zugezogene Wand aus finsteren Wolken inklusive Niederschlag und ein Blitz lässt sich ebenfalls erkennen. Ein Fabrikgebäude, das in seiner Verlassenheit etwas unerklärlich Bedrohliches ausstrahlt. Und natürlich die beiden Charaktere, die im Mittelpunkt der ganzen Sache stehen. Pyro One, hier ganz im Sinne des Albumtitels gekleidet und sein Beatbastler, welcher sich unaufdringlich hinter der weinenden Dienerfigur positioniert.
Sieht alles nun nicht gerade nach Sandkastenmusik mit Regenbogen-Charme aus, was da über Twisted Chords veröffentlicht wurde. Schlechte Musik muss deshalb aber noch lange nicht bei rauskommen, zumal die Konstellation von MC und festangestelltem Produzenten für die Beiden spricht. Ebenso wie das schon im Vorfeld freudig erwartete Gastspiel des großartigen, immer noch unterschätzen und zu wenig beachteten Chaoze One. Eben noch schnell also alle Gänseblümchen der näheren Umgebung gepflügt und sicher verwahrt, kann die Show beginnen.
Diese besticht schon während des ersten Hörens durch allerhand Kritik am Hier und Jetzt. So legt bereits „Zerrissen“ mit geraderaus gereimten Worten gegen die Szene los, was im Laufe der Stücke in Form von etwa „Pyrocore“ noch fortgesetzt wird. Schon hier weiß LeijiOne mit seinen Produktionen zu überzeugen und schafft saubere Basen für die lyrisch durchaus anspruchsvoll gestalteten Texte des auserkorenen Harlekins.
Damit noch lange nicht genug, bekommt auch die Gesellschaft ihr Fett weg. Tadellos umgesetzt etwa auf „Anruf beim Mensch“, das die Makel der heutigen Generation (Geldgier, Völlerei) hervorhebt und bei dem Pyro One einen feinen Blick auf seine Umwelt beweist. Fehlt noch eine Prise Sozialkritik (auf dem äußerst gelungenem „100m“ mit Ambigu MC oder „Narrenkappe“), ein paar Schelten für die Politik („Opferlamm“) und eine Nuance von Misanthropie („Tausend Dinge“ mit Kobito) – fertig ist der muntere Cocktail aus passenden Instrumentalen und Pyros lyrischen Ergüssen.
Äußerst unterhaltsam und stellenweise komisch auch „Mädchen im Netz“. Ein Track direkt am Puls der Zeit, der die nicht selten trügerischen Inszenierungen, insbesondere wenn es ums Anbändeln mit dem anderen Geschlecht geht, im WWW zum Thema hat. Mit eingängiger Hook versehen, kann man das Stück zu den absoluten Höhepunkten, neben „Spiegelbild“ mit Chaoze One und bereits erwähntem „100m“, von „Tränen eines Harlekins“ zählen. Jetzt könnte man noch Unmengen von lesenswerten Zitaten miteinfügen, die Pyro One im Laufe des Albums so vom Stapel lässt. Selber anhören macht aber mit Sicherheit um einiges mehr Spaß.
Zwar kann der stets dunkle Grundton in Verbindung mit der kaum wegzudenkenden Kritik auf die Dauer etwas anstrengend werden. So richtig stark ins Gewicht mag das dann aber doch nicht fallen, weshalb ich hier mal wieder einen Tipp weitergeben darf, den manch einer vielleicht bis heute noch nicht auf der Rechnung hatte."
[Resurrection of rap-Webblog ; Link]

"Ich bin ehrlich, mit HipHop geht es mir wie meinen Großeltern mit dreckigem Rock‘n‘Roll. Die Geschmacks-, schlimmer noch die Verständnismauer scheint unüberwindbar hoch. Wenn ich das hier vorliegende Solo-Werk des Berliners Pyro One (bisweilen Money Mob Crew) unter diesen Gesichtspunkten betrachte, brauche ich den Punktesack gar nicht erst aufzumachen. Wenn ich es aber objektiv versuche, sehe ich ein hübsches Digipack, allerdings ohne komplette Texte (nur in Exzerpten den Titeln zugeordnet) und jede Menge Featurings, MC‘s und Co. Hören kann ich 17 Songs lang recht abwechslungsreiche Beats und Grooves mit wohlüberlegten Texten - in Deutsch! Über uns, unsere Gesellschaft ("Anruf beim Mensch") und Berliner Ansichten im Speziellen ("Kiez"). Zitate: "Feierabend, Flatrate, der Pöbel kotzt vor dem ins Bett gehen" (aus "Opferlamm"), oder auch "suchst Du Gleichgesinnte unter vier Millionen, du fühlst ein Stückchen Hoffnung, die am Boden liegt" (aus "100m"). Blicke ins innere unserer Gesellschaft und dem Leben in unserer Kapitale. Textlich ist das hier, Pathos und Crew-Mentalität hin oder her, um einiges besser als die Vielzahl der Konkurrenz - nicht nur aus dem HipHop. Wer mit kritischem, modernem und intelligentem HipHop etwas anfangen kann, dem Chaoze One, Schlagzeiln oder Kele (Schweden) etwas sagen, wird sicher zum Pyromanen. Mein HipHop-Horizont ist etwas größer geworden und leider muss ich folgendem Zitat zustimmen: "Freiheit herrscht - nicht!"
[OX Fanzine Nr. 88]

""Regen fällt aus dunklen Wolken auf ein verlassenes Fabrikgebäude. Pyro One, eigentlich Teil der Berliner Rap-Crew Monkey Mob, wird auf seinem ersten Solo-Album zum Harlekin. Die Verwandlung kommt textlich in explizit drei Stücken an die Oberfläche. Er versteckt sein wahres Gesicht hinter einer Maske, und seine Tränen sind Tränen der Wut.
Trotzig stellt er fest: "Es gibt keine Narren mehr ohne Gegenwehr", saugt die blutenden Wunden des sozial gespaltenen Molochs Berlin in sich ein und spuckt Worte faustgeballt wieder aus: "Die ganze hippe City wird glattgebügelt. Und Cops patroullieren und befreien sie von dem Übel. Und sobald sich Widerstand regt, wird darauf eingeprügelt. Das Stadtbild gleicht einem Kerker. Und jetzt lodert die Glut in den Köpfen vor Wut. Überall herrscht Frust pur. Das ist unsere Gegend. Das ist unser Leben. Und Ihr könnt nichts tun. Und wir holen es zurück, Häuserblock für Block, Straße für Straße". Der Beat ist passend hart, aber nicht eintönig. Es gibt stellenweise auch mal ruhige Passagen mit Klavier oder souligen weiblichen Vocals. Es fallen Stichworte wie Media-Spree oder Köpi und dann das Statement "Pyro One für den Widerstand!", denn: "Drama ist Karma und Handeln Gold wert". Und das Gesicht des Harlekins verzerrt sich zu einem dämonischen Lächeln (in "Feuer"): "Wir verbrennen Babylon - Grillanzündern Autoreifen. Wären wir Satanistenm, wäre Deutschland unser Opferlamm. Wer in dieser Scheiße lebt, kann sich am meisten helfen, wenn er selbst zum Brandsatz wird, bis hier alle Ketten schmelzen. In allen Städten kämpfen unsere Atzen, bis der Asphalt brennt. Kapitalbsitzer konfrontieren wir mit Flächenbrand. Seht her unser Feuer - ein Zeichen der Gegenwehr".
Die dichte Atmosphäre von "100m" (mit Ambigu MC) bringt die Großstadtsehnsucht nach Freiheit auf den Punkt: "Und die Sehnsucht treibt den Blick nach oben. Dir fehlt das Licht im Innenhof. Aus dem Keller raus hoch in luftige Sphären. Du siehst zwischen Betonburgen Wolken fliegen. Stell Dir vor, wie es oben wäre. Ein Blick, nichts kommt Dir in die Quere. 100 Meter mit den Wolken reden. 100 Meterblick auf die Welt". Auch die eher augenzwinkernden Raps über "Tausend Dinge" oder "Mädchen im Netz" haben eine sympathisch kritischen Dreh: "Versiffte Jungs träumen nachtrs vom Mädchen im Netz. Kein Geld, kein Leben, nichts machen, nur schlafen, nur gaffen. Sabbern vor dem Mädchen im Netz, nicht in der Schule, nur in der Bude, nur bei Youtube und den Mädchen im Netz".
Die Spekulation, ob bei der Wahl des Albumnamens das Debutalbum "Harlekin" des Rapper Favorite eine Rolle gespielt hat, bleibt ein Geheimnis hinter der Maske. Auch wenn nicht jeder Song auf seinem Debut politisch ist, liefert Pyro One den Soundtrack zum Widerstand 2.0 in den Metropolen 2010. Die Sehnsucht nach Freiheit gepaart mit dem Drang zur Tat machen den positiven Pathos der Scheibe aus. Ich liebe das. Es treibt mir wie dem Harlekin die Tränen in die Augen. Das passende Rap-Album zum Schwerpunktthema dieser Wahrschauer-Ausgabe!"
[Der Wahrschauer Nr. 58]

"Conscious-Rap aus Berlin, das heißt Rap, der sozialkritisch oder politisch motiviert ist. Und das ist der von Pyro One definitiv. Pyro One und seine Crew Monkey Mob grenzen sich nicht nur klar von sexistischen, rassistischen, homophoben Inhalten ab, was alleine ja schon reicht um als Müslirapper abgestempelt zu werden, nein, sie sagen auch noch laut und deutlich ihre Meinung und die ist oft unbequem, von "Reclaim the streets" bis zur Hoffnungslosigkeit im Kiez, Bullengewalt.. Pyro One und Gastrapper wie z.B. Chaoze One, Holger Burner (übrigens auch Müslis...) hauen 17 düstere Tracks raus, die angepisst und kämpferisch klingen.
Ebenso düster ist das Artwork der CD, welches wie die ganze Produktion von LeijiOne stammt. Der Albumtitel "Tränen eines Harlekins" kommt thematisch zwischen den Songs immer wieder vor, toughes Pennergehabe sucht man hier vergebens. Wer offen für deutschen, unpeinlichen Rap ist, sollte hier unbedingt mal reinhören. Die Cuts der Platte stammen von DJ Boogie Dan & Dylon"
[Punkrock! Fanzine Nr. 11]

"Puh, schwere Besprechung. Ich bin nun wirklich kein Fachmann auf den Gebieten Rap und Hip Hop, aber ich kenne neben den ganzen sexistischen Hampelmännern auf MTVIVA natürlich auch cooleres Zeux wie TORCH, CURSE oder Polit-Rapper wie HOLGER BURNER, CHAOZE ONE oder ANARCHIST ACADEMY. Ich denke, ich kann deshalb zwischen Hip Hop der auf Mainstream ausgerichtet ist und dem unkommerzielleren Gegenstück unterscheiden, aber dann hört es auch schon auf. PYRO ONE hört sich nicht so an, als wäre er auf Fame bedacht, sondern eher so, als versuche er durch Rap und Hip Hop Druck abzulassen, sich Luft zu verschaffen und sein Denken und seine Gefühle mitzuteilen. Er kehrt aber nicht nur sein Inneres nach außen, sondern probiert auch immer wieder Mut zu machen. Vor allen denjenigen, die mit ihm auf einer Wellenlänge sind – und das dürften in unseren Kreisen nicht gerade wenige sein. Punkrocker, in deren Plattenschrank nicht nur Punkrock Platz findet und die den textlichen Anspruch grundsätzlich über den bevorzugten und persönlichen Musikgeschmack stellen, sollten hier ruhig mal die Lauscher aufsperren und hören, was PYRO ONE zu erzählen hat. Ich für meinen Teil bin jedenfalls dankbar über jeden Rapper, der gegen den Stumpfsinn steht, welcher permanent von Medien und harten glamourösen Rapmackern als Rap oder Hip Hop bezeichnet wird. Und wenn es dann textlich auch noch tiefsinnig, kämpferisch und politisch zur Sache geht, kann es mir wirklich nur recht sein."
[Uglypunk Onlinemagazin ; Direktlink]

"Tobi, der Label-Chef von Twisted Chords, schaut ja zum Glück auch mal über den Punk-Tellerrand hinaus und hat in der Vergangenheit deswegen schon Perlen wie z.B. Chaoze One (der übrigens auf diesem Album auch einen Gast-Auftritt hat) rausgebracht. Auch das Album von Pyro One (wieso eigentlich immer das One im Namen bei Rappern? Kann mir das bitte mal jemand erklären, der da mehr Ahnung von der Materie hat?) hat musikalisch nichts mit Punk zu tun, er ist Teil der Berliner Rap-Crew Monkey Mob und das hier ist sein erstes Solo-Album. Es fällt mir schwer, ihn im Review nicht zu sehr mit Chaoze One zu vergleichen, textlich finde ich ihn oft aber noch ein wenig subtiler, persönlicher und ausgefeilter. Wer auch mal ein Ohr offen hat für andere Klänge als Punkrock, dem kann ich dieses Album nur wärmstens ans Herz legen!"
[Plastic Bomb Fanzine Nr. 70]

"Eine Rap-CD im USELESS ist zwar eher ungewöhnlich, aber gleichzeitig auch nicht unbedingt die typischste Veröffentlichung von TWISTED CHORDS. Wer aber ein wenig tolerant anderen Musikrichtungen gegenüber ist, wird recht schnell feststellen, dass es sich bei PYRO ONE, einem Soloprojekt des Teils der Berliner Rap Crew Monkey Mob, nicht um das handelt, was hierzulande durch Radio und TV als typischer Rap dargestellt wird. Wir wollen hier nicht allzu viel zu der Musik und der Sache an sich verlieren, sondern betrachten PYRO ONE selbstverständlich aus unserer Ecke. Und da müssen wir ganz klar zugeben, dass hier von Rap niemand einen Plan hat, aber das hier kann man sich anhören. Die Texte sind durch die Bank gut, erzählen kleine Geschichten, betrachten Dinge kritisch und verzichten auf hohles Gedisse und selbstverständlich jede Art von Sexismus und Rassismus! Wer neben seiner Punkrocksammlung auch schonmal in Zeug wie Holger Burner oder Kurzer Prozess reinhört, sollte PYRO ONE kennenlernen."
[Useless Fanzine ; Direktlink]

"Auch wenn Pyro One als Teil der Rap-Crew Monkey Mob in Berlins Osten beheimatet ist und der Verdacht wegen des Albumtitels und seinem Künstlernamen durchaus im Raum steht, kann ich euch beruhigen, denn mit der Ultraszene der Hertha hat der Kerl, wie etwa Chaoze One und seinem Kontakt nach Sankt Pauli, nichts zu tun.
Aber apropo Chaoze One: der ist als Labelkollege hier bei dem sehr persönlichen Stück "Spiegelbild" zu hören. Weitere Gastmusiker sind übrigens u.a. Holger Burner, Kobito, Ambigu MC und Pyro MC. Der Stil beider ist jedoch nicht so vergleichbar, wie ich finde. Zwar beschreibt sogar Wikipedia diese Form des Sprechgesangs als "conscious rap", also "politisch oder sozialkritisch motiviert", doch beim ersten Durchhören kam mir recht schnell die Spackenmucke von Bushido und Konsorten in den Sinn - allerdings aufgrund der Musik bzw. des harten Beats.
Textlich wird nämlich klar und unmissverständlich Stellung zu politischen Themen bezogen und das ist auch gut so. Hier und da geht das ein oder andere Wortspiel zwar auch mal in die Hose - im sprachgebräuchlichen Sinne versteht sich -, aber insgesamt sind die 17 abwechslungsreichen Stücke echt gelungen, auch wenn sie mich nicht vollends überzeugen konnten. Mein Anspieltipp: der Titeltrack mit der wunderbaren Klaviermelodie."
[Der Übersteiger Fanzine Nr. 99]

zurueck


Es sind keine Artikel im Warenkorb

Neu im Mailorder
Helmut Cool - Schlachtrufe BRD GmbH
Elmar - Betriebstemperatur, halten LIMITIERT WEISSES VINYL
Elmar - Betriebstemperatur, halten
Cold Kids - Das wollen wir
Helmut Cool - Schlachtrufe BRD GmbH LIMITIERT ROTES VINYL
Elmar - Elmar

Downloads
Katalog
Musik

Links
Bands




TC-Stuff
» Diskographie «
Historie
Buttonherstellung
Newsletter

Neu im Mailorder

Cold Kids - Krank Split-7"


Ranola - s/t


Canalterror - Zu spät